Kraft der Grenzen 2014

2. Februar 2014

kraftderGrenzen

Die Kraft der Grenze…….

[Archimedische Schraube – Wasserkraftschnecke]

Material:            Stahl , Kunststoffe (Wachsähnliche Oberfläche )

Maße:                        Höhe: 2,5 m , Länge: 12 m , Gewicht: 7,5 Tonen

Standort: 1

Wasserfläche die Platzierung der Arbeit kann sowohl komplett in der Wasserfläche sein als auch wie in der Fotomontage zu sehen nur Teilweise. Das hat zum Vorteil das die benötigte Fundamentierung zum Großteil außerhalb vom Becken sein kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit einen anderen Standort zu finden !

Standsicherheitsnachweis: wird nachgeliefert

Die Archimedische Schraube oder Wasserkraftschnecke steht für einen kraftvollen und energiegeladenen Prozess, ausgelöst durch Kräfte der Natur. Das ebenso innovative wie einfache Prinzip ist bereits seit der Antike bekannt und erlaubt, Wasser und – von Menschen erdachte – Technik effizient zusammen wirken zu lassen.

Die unglaubliche Kraft, Dynamik und Energie, die dem massiven Stahlkörper innewohnt, ist auch ohne die Bewegung des Kunstwerkes spürbar. Dabei wirkt das tonnenschwere Gebilde unerwartet leicht, da es durch die vorgesehene Konstruktion nur auf seinen schmalen Graten die Wasseroberfläche berührt.

Dadurch scheint die monumentale Skulptur über der Wasseroberfläche zu schweben, oder durch ihre immense Spannweite die Oberflächenspannung des Wassers derart optimal auf den ganzen Stahlkörper zu verteilen, damit sie nicht untergeht

Der große, aus Wachs modellierte Helm scheint organisch über die massive Oberfläche zu fließen. Das weiche Material verändert seine Form durch die Wärme der Sonneneinstrahlung und verweist daher auch auf die Energie der Sonne. Dadurch symbolisiert die im Fluss befindliche Form die menschliche geistige Flexibilität und Innovation die einen so einfachen aber effektiven Mechanismus erdenken kann.

Die große Skulptur lebt vom dem spannungsreichen Kontrast der scheinbar unbewegten Wasseroberfläche und der kraftvollen dynamischen Form. Die monumentale Skulptur an dem exponierten Standort in der Landesgartenschau ist damit nicht nur ein beeindruckender Blickfang, sie steht auch für das innovative und spannende Potential, welches dem guten Zusammenspiel von Natur, menschlicher Intelligenz und Technik innewohnen kann. Ganz zentral ist dabei das Energiepotential, das den Naturelementen innewohnt. In diesem Falle das Wasser, das in unerschöpflicher und vielfältiger Weise Energie liefern und Zivilisation ermöglichen kann.

Das Kunstwerk sollte sich  in das Gesamtkonzept der Landauer Landesgartenschau 2015 einbetten, wurde dennoch von der Jury nicht zugelassen.

Die Arbeit stellt in monumentaler Einfachheit einen wesentlichen Aspekt des Zusammenspiels von Mensch und Natur dar.

 

Text: Dr. Jens Stöcker